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Personalverleih Ausbaugewerbe Westschweiz

Version des GAV

Allgemeinverbindlicherklärung: 01.05.2016 - 31.12.2018 (GAV Personalverleih)
Publikationsdatum: 01.04.2017 / Publikation gültig ab: 01.04.2017 - 31.12.2018 (Branchen-GAV)
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GAV-Übersicht

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

2 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für sämtliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die im jeweiligen Gebiet der nachstehend aufgeführten Kantone folgende Arbeiten verrichten:
a. Freiburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegerei.
b. Genf:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Dichtungen, Abdeckungen, Dach- und Fassadenbau;
− Einrahmen, Installation und Reparatur von Storen;
− Innenverkleidungen;
− Marmorarbeiten;
− Innendekorations- und Näharbeiten;
− Plattenlegergewerbe.
c. Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegergewerbe.
d. Berner Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
e. Neuenburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Marmorarbeiten/Steinbildhauerei.
f. Wallis:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
g. Waadt
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Asphaltierung, Dichtung und Spezialarbeiten mit Harz;
− Plattenlegergewerbe.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

betrieblicher Geltungsbereich

1 Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt im Rahmen von Absatz 2 für folgende
Arbeiten:
a. Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien, einschliesslich:
− Herstellung und/oder Montage von Holz-, Holz-Metall- und Kunststofffenstern;
− Herstellung, Reparation und/oder Restauration von Möbeln;
− Herstellung und/oder Montage von Küchenmöbeln;
– Parkettverlegung als Nebentätigkeit;
− Glaserei, technische Glaserei und Spiegelherstellung;
− Skiherstellung;
− Herstellung und/oder Montage von Innen- und Geschäftseinrichtungen
sowie Sauna-Anlagen;
− Holzimprägnierung und -behandlung;
− Abbundarbeiten;
− Holz- und Holzelementbauten.
b. Gipserei und Malerei, einschliesslich:
− Gips- und Faserbaustoff sowie dekorative Baueinheiten;
− Herstellung und Montage von Hängedecken und Platten für Deckenverkleidung;
− Tapezieren;
− Aussenisolation;
− Holzimprägnierung und -behandlung.
c. Bodenbeläge und Parkettverlegung.
d. Plattenlegergewerbe.
e. Weitere Arbeiten im Kanton Genf:
− Dichtungen, Abdeckungen, Dach- und Fassadenbau;
− Einrahmen, Installation und Reparatur von Storen;
− Innenverkleidungen;
− Marmorarbeiten;
− Innendekorations- und Näharbeiten.
f. Weitere Arbeiten im Kanton Waadt:
− Asphaltierung, Dichtung und Spezialarbeiten mit Harz.
g. Weitere Arbeiten im Kanton Neuenburg:
− Marmorarbeiten/Steinbildhauerei.

2 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für sämtliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die im jeweiligen Gebiet der nachstehend aufgeführten Kantone folgende Arbeiten verrichten:
a. Freiburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegerei.
b. Genf:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Dichtungen, Abdeckungen, Dach- und Fassadenbau;
− Einrahmen, Installation und Reparatur von Storen;
− Innenverkleidungen;
− Marmorarbeiten;
− Innendekorations- und Näharbeiten;
− Plattenlegergewerbe.
c. Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegergewerbe.
d. Berner Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
e. Neuenburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Marmorarbeiten/Steinbildhauerei.
f. Wallis:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
g. Waadt
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Asphaltierung, Dichtung und Spezialarbeiten mit Harz;
− Plattenlegergewerbe.

Artikel 42 des Gesamtarbeitsvertrages ist auf den Kanton Waadt nicht anwendbar.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

persönlicher Geltungsbereich

2 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für sämtliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die im jeweiligen Gebiet der nachstehend aufgeführten Kantone folgende Arbeiten verrichten:
a. Freiburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegerei.
b. Genf:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Dichtungen, Abdeckungen, Dach- und Fassadenbau;
− Einrahmen, Installation und Reparatur von Storen;
− Innenverkleidungen;
− Marmorarbeiten;
− Innendekorations- und Näharbeiten;
− Plattenlegergewerbe.
c. Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Plattenlegergewerbe.
d. Berner Jura:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
e. Neuenburg:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Marmorarbeiten/Steinbildhauerei.
f. Wallis:
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung.
g. Waadt
– Schreinereien, Möbelschreinereien und Zimmereien;
– Malerei und Gipserei;
– Bodenbeläge und Parkettverlegung;
− Asphaltierung, Dichtung und Spezialarbeiten mit Harz;
− Plattenlegergewerbe.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Schweizerische Paritätische Berufskommission Personalverleih (SPKP)
Postfach 272
3000 Bern 15
031 350 22 16

www.tempservice.ch

Hinweise GAV Personalverleih

Verhältnis zu anderen GAV:
Der GAV Personalverleih gilt auch dort, wo für einen Einsatzbetrieb ein anderer Gesamtarbeitsvertrag gilt. Der GAV Personalverleih übernimmt dabei unter Ausschluss einer Anwendung der Bestimmungen des GAV Personalverleih die rechtskräftigen, gesamtarbeitsvertraglich geregelten Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) von im Einsatzbetrieb geltenden GAV,
- die allgemein verbindlich erklärt sind oder
- die als nicht allgemeinverbindlich erklärte Regelungen sozialpartnerschaftliche Verträge gemäss Anhang 1 darstellen,
- sowie allfällige Bestimmungen über den flexiblen Altersrücktritt gemäss Art. 20 AVG.

Nicht übernommen werden die Bestimmungen bezüglich Krankentaggeldversicherung, berufliche Vorsorge, Beiträgen für Vollzug und Weiterbildung, sofern die im vorliegenden GAV Personalverleih vorgesehenen Lösungen mindestens gleichwertig mit den Bestimmungen der für die Branchen gültigen allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge (ave GAV) sind.

In Einsatzbetrieben mit nicht allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen, die nicht im Anhang 1 des vorliegenden GAV aufgelistet sind, gelten vollumfänglich die Bestimmungen des GAV Personalverleih. Von dieser Geltung sind in Betrieben der chemisch-pharmazeutischen Industrie, der Maschinenindustrie, der grafischen Industrie, der Uhrenindustrie, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie in Betrieben des öffentlichen Verkehrs die Bestimmungen über die Mindestlöhne gemäss Art. 20 GAV Personalverleih ausgenommen.

Beschäftigungsdauer:
- Für Leistungen, die durch die Beschäftigungsdauer des Arbeitnehmenden im Verleihbetrieb definiert (Ausnahmen: Probezeit und Kündigungsfrist): Einsätze, die innerhalb von 12 Monaten bei demselben Verleihbetrieb geleistet werden, werden zusammengezählt.
- 22 entlohnte Arbeits-, Ferien- und Feier-, Krankheits- und Unfalltage = ein Monat.

GAV Personalverleih: Artikel 3 und 5

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Je nach Kanton, Beruf und Einreihung (4 Lohnklassen), für detaillierte Informationen vgl. Löhne per 1.1.2017 (Anhang IX).

Um die Anstellung junger Leute zu begünstigen, sind Lohnreduktionen zwischen 5% und 15% anwendbar (für junge Arbeitnehmende bis 22 Jahre bzw. nach dem 1. und 2. Lehrjahr), sofern der Betrieb nachweisen kann, dass er in einem der dem GAV unterstellten Berufe mindestens einen Lehrling ausbildet oder in den letzten 2 Jahren ausgebildet hat.

Lernende Kt. Genf: Vgl. Anhang V

Artikel 18; Anhang IX: Artikel 3; Anhang IV

Lohnkategorien

Lohnklasse WM :
Arbeitnehmer, der als Baustellenleiter in einem Unternehmen tätig ist und einen eidgenössischen Fachausweis als Werkmeister oder ein Diplom als Vorarbeiter besitzt, oder vom Arbeitgeber als solcher anerkannt wird.

Lohnklasse A:
Qualifizierter Arbeitnehmer, der ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder ein vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) ausgestelltes gleichwertiges Diplom besitzt.

Lohnklasse B:
Arbeitnehmer ohne eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, der Berufsarbeiten durchführt, oder Arbeitnehmer mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA).

Lohnklasse C: Hilfsarbeiter und Aushilfen
Nach 3 Jahren Berufserfahrung in der entsprechenden Branche werden Arbeitnehmer automatisch von Lohnklasse C zu Lohnklasse B befördert. Die Beförderung erfolgt am 1. Januar des darauffolgenden Jahres.

Artikel 18

Lohnerhöhung

2016 (per 1.3.2016 allgemeinverbindlich erklärt):
effektive Lohnerhöhung der Arbeitnehmer der Klassen WM, A, B und C: CHF 53.30/Monat (CHF 0.30/Stunde)
individuelle Lohnerhöhung: CHF 17.80/Monat (CHF 0.10/Stunde) für jeden Arbeitnehmer. Diese Erhöhung wird auf die betroffenen Arbeitnehmenden aufgrund ihrer Leistung verteilt.

Arbeitgeber, die seit dem 1. Januar 2016 ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine allgemeine Lohnerhöhung gewährt haben, können diese an die Lohnerhöhung anrechnen.

Anhang VIII 2016

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Die Arbeitnehmenden erhalten einen 13. Monatslohn (8.33% des AHV-pflichtigen Jahreslohnes).

Artikel 19

Lohnauszahlung

Die Lohnzahlung muss mindestens einmal pro Monat erfolgen und zwar spätestens am 5. Tag des auf den Beschäftigungsmonat unmittelbar folgenden Monats.

GAV Personalverleih: Artikel 23

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Überstunden:
- zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr: durch Freizeit von gleicher Dauer mit einem Zuschlag von 10% auszugleichen. Verzichtet der Arbeitnehmer in Absprache mit dem Arbeitgeber auf einen Ausgleich durch Freizeit, erhält er einen Lohnzuschlag von 25%.
- zwischen 22h00 bis 06h00: 100% Lohnzuschlag
- von Sa 17:00 bis Mo 06:00: 100% Lohnzuschlag

Artikel 16

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Nachtarbeit (22h00 bis 06h00): 50% Lohnzuschlag
Sonntags- und Feiertagsarbeit (Sa 17:00 - Mo 06:00): 100% Lohnzuschlag

Artikel 15

Schichtarbeit / Pikettdienst

Team-Arbeit:
Zugelassen von Montag bis Freitag (2 x 8.2h), von 6h00 - 22h00; 0.5h Pause wird bezahlt und gilt als Arbeitszeit.
In der Nacht und am Wochenende ist Schichtarbeit untersagt, desgleichen auf den Baustellen.

Artikel 14

Spesenentschädigung

EntschädigungHöhe der Entschädigung im 2017Höhe der Entschädigung per 01.01.2018
Mittagsentschädigung bei Arbeiten auswärtsCHF 17.50CHF 18.--
Benutzung des PrivatautosRückerstattung der Fahrkosten
Auslagen für Reise, Mahlzeiten, Unterkunft, sofern eine Rückkehr nach Haus nicht täglich möglich istVergütung der Kosten
Benützung PrivatautoCHF -.65/km
Benützung Motorrad/ScooterCHF -.30/km
Benützung MofaCHF -.15/km
Kt. Genf: Pauschalentschädigung für berufliche Fahrkosten, Verpflegung und WerkzeugCHF 17.50, je nach konkreter Situation mit ReduktionenCHF 18.--, je nach konkreter Situation mit Reduktionen

Artikel 23 und 24

weitere Zuschläge

Pauschalersatzleistung nur im Kanton Genf:
Werden die Arbeitskleider vom Betrieb nicht zur Verfügung gestellt (2 pro Jahr), so werden CHF -.50 mehr der Ersatzleistungen hinzugezahlt.

Artikel 23.2

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

41h/Woche (Kt. Genf: Arbeitnehmenden haben Anrecht auf eine 10-minütige Vormittagspause); wöchentliche Arbeitszeit: min. 39h bis max. 45h, von Montag bis Freitag; ordinärer Arbeitszeitabschnitt: 06:00-22:00 (Kt. Genf: von 06:00-18:00).

Artikel 12; Anhang V

Ferien

AlterFerien
Bis zum 50. Altersjahr25 Arbeitstage
Ab zurückgelegtem 50. Altersjahr30 Arbeitstage
Lehrlinge Kt. Genf6 Wochen

Artikel 20; Anhang V

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AnlassBezahlte Tage
Heirat1 Tag
Geburt eines Kindes3 Tage
Tod des Ehegatten, des eingetragenen Partners, der eingetragenen Partnerin oder eines Kindes3 Tage
Tod des Vaters/der Mutter, eines Bruders, einer Schwester, des Schwiegervaters/der Schwiegermutter2 Tage
Tod der Grosseltern1 Tag
Entlassung aus dem Militärdienst½ Tag
Militärischer Orientierungstag1 Tag
Umzug1 Tag unbezahlt

Artikel 25

bezahlte Feiertage

Die Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf eine Feiertagsentschädigung für höchstens 9 vertragliche oder gesetzliche Feiertage, die den tatsächlich ausfallenden Arbeitsstunden entspricht.

FR katholischer Teil:
1. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Fronleichnam, Bundesfeiertag, Allerheiligen, Mariä Empfängnis und Weihnachten

FR reformierter Teil:
1. Januar, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag, Weihnachten und 26. Dezember

GE:
1. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag, Genfer Bettagdonnerstag, Weihnachten und 31. Dezember

JU:
1. Januar, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag und Weihnachten

Berner Jura:
1. Januar, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag und Weihnachten

NE:
1. Januar, 1. März, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag und Weihnachten
Im Kanton Neuenburg, wenn der 1. Januar beziehungsweise Weihnachten am Sonntag sind, werden der 2. Januar beziehungsweise der 26. Dezember als Feiertage betrachtet.

VS:
1. Januar, 19. März, Auffahrt, Fronleichnam, Bundesfeiertag, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, Mariä Empfängnis und Weihnachten

VD:
1. Januar, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag, Bettagmontag und Weihnachten
Im Kanton Waadt ist der Freitag nach Auffahrt ein arbeitsfreier Tag und gehört in den Jahren, in denen nicht alle Feiertage entschädigt werden, zu den entschädigungspflichtigen Feiertagen.

Artikel 21; Anhang III

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit:
- Obligatorische Krankentaggeldversicherung
- max. 2 Karenztage
- Prämien: Arbeitnehmende bezahlen max. 50% der Prämien (im Maximum 2.5%)
- Leistungen: min. 80% des durchschnittlichen Lohnes, sofern Arbeitsverhinderung min. 25% beträgt
- Aufgeschobenes Krankentaggeld: Schliesst der Betrieb eine Kollektivtaggeldversicherung mit einem Leistungsaufschub und unter Einhaltung von zwei Karenztagen ab, so hat er während der Aufschubzeit 80% des wegen Krankheit ausfallenden Lohnes selbst zu entrichten.

Der Versicherungsschutz beginnt am Tag des vertraglich vereinbarten Arbeitsantritts.

Nach Ablauf einer Wartefrist von höchstens 2 Kalendertagen entsteht folgender Anspruch für Arbeitnehmende, die:
- in Einsatzbetrieben tätig sind, wo ein ave GAV gültig ist: 720 Tage innerhalb von 900 Tagen
- gemäss diesem GAV Personalverleih BVG-pflichtig sind: 720 Tage innerhalb von 900 Tagen
- weder in einem Einsatzbetrieb mit ave GAV tätig noch gemäss diesem GAV Personalverleih BVG-pflichtig sind: 60 Tage innerhalb von 360 Tagen

Nicht übernommen werden die Bestimmungen bezüglich Krankentaggeldversicherung, berufliche Vorsorge, Beiträgen für Vollzug und Weiterbildung, sofern die im vorliegenden GAV Personalverleih vorgesehenen Lösungen mindestens gleichwertig mit den Bestimmungen der für die Branchen gültigen allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge (ave GAV) sind.

GAV Personalverleih: Artikel 3.2, 28, 29 und 30

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Lohnausfälle bei krankheitsbedingten Abwesenheiten während der Schwangerschaft werden nach Art. 28 entschädigt.

Vaterschaftsurlaub: 1 Tag

GAV Personalverleih: Artikel 15 und 17

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Der Anspruch besteht nach der Probezeit in einem auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Arbeitsverhältnis:
- 80% des Lohnes für max. 4 Wochen pro Jahr
- nach 2 Jahren ununterbrochener Anstellung 80% des Lohnes gemäss Berner Skala

Übersteigen die Leistungen der Erwerbsersatzordnung die Leistungen des Arbeitgebers kommt die Differenz dem Arbeitnehmenden zu.

GAV Personalverleih: Artikel 16

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Frühzeitiger Altersrücktritt ab 62 Jahren möglich und in einem besonderen GAV geregelt (Kollektivvertrag für den frühzeitigen Altersrücktritt im Westschweizer Ausbaugewerbe CCRA)

Artikel 39; Anhang V

Berufliche Vorsorge BVG

Obligatorischer Anschluss an eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge.
Das Reglement hat mindestens folgende Punkte sicherzustellen:

Versicherungspflicht:
WerVersicherungspflicht
Arbeitnehmende mit Unterstützungspflichten gegenüber Kindernobligatorisch ab 1. Tag
Übrige Arbeitnehmendefreiwillig ab 1. Tag
Arbeitnehmende mit unbestimmter Vertragsdauer oder Verträgen, die auf eine längere Zeit als 3 Monate eingegangen wurdenobligatorisch ab 1. Tag
Arbeitnehmende mit zeitlich beschränkten Verträgen bis zu 3 Monatennicht versicherungspflichtig, freiwillige Möglichkeit
Bei Verlängerung eines vorbestehenden Vertrages auf über 3 Monateab Kenntnis obligatorisch
Ab der 14. Arbeitswocheimmer obligatorisch

Für alle Leistungen, die durch die Beschäftigungsdauer des Arbeitnehmenden im Verleihbetrieb definiert sind, werden Einsätze die innerhalb von 12 Monaten bei demselben Verleihbetrieb geleistet werden, zusammengezählt.

Der versicherte Monatslohn muss gemäss folgendem Beispiel berechnet und versichert werden:
Stundenlohn, wovon die AHV-Beiträge abgezogen werden (ab 1.1.2015: max. CHF 38.65 - entspricht dem BVG-Maximum berechnet auf die Stunde)CHF 25.75
Abzuziehender KoordinationsbetragCHF 11.25
Versicherter Stundenlohn (mind. CHF 1.60)CHF 14.45
Multipliziert mit den effektiven Arbeitsstunden während des Monats150
Versicherter MonatslohnCHF 2'175.--

Die maximalen und minimalen Beträge, sowie der Koordinationsbetrag ändern sich bei jeder BVG-Anpassung. Sie werden durch die Stiftung 2. Säule swissstaffing in tempdata erfasst und jeweils rechtzeitig publiziert.

GAV Personalverleih: Artikel 31

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Berufsbeiträge:
WerLohnprozent
Arbeitnehmende0.7%
Arbeitgebende0.3%

Das Inkasso der Berufsbeitrage erfolgt auf der Basis der AHV-Lohnsumme durch den paritätischen Verein Vollzug, Weiterbildung und Sozialfonds.

Die Finanzierung erfolgt durch die unterstellten Arbeitnehmenden und die Arbeitgeber. Die Beträge werden auf der Basis der abgerechneten AHV-Lohnsumme bei den Arbeitgebern erhoben. Sie ersetzen alle Vollzugs- und Weiterbildungs-(Parifonds-)beiträge der in Art. 3 erfassten Gesamtarbeitsverträge.

GAV Personalverleih: Artikel 7 und 8

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Bewilligungsinhaber für den Personalverleih haben der Vollzugskommission gegenüber die Einhaltung der relevanten EKAS-Richtlinie nachzuweisen.
Die Arbeitsverleiher haben die Personalberatenden und die Arbeitnehmenden bezüglich Arbeitssicherheit zu instruieren und bestätigen das auf dem Einsatzvertrag.

GAV Personalverleih: Artikel 7.2 und 26

Kündigung

Kündigungsfrist

Bei unbefristeten Verträgen:
AnstellungsdauerKündigungsfrist
Während der Probezeit (= 3 Monate)2 Tage
4.-6. Monat7 Tage
Ab 7. Monat1 Monat, jeweils auf den gleichen Tag des darauffolgenden Monats

Die Kündigungsfristen in Abs. 1 und 2 gelten nur für das Überlassen von Arbeitnehmende an Einsatzbetriebe in der Form der Temporärarbeit.

GAV Personalverleih: Artikel 11

Sozialpartnerschaft

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Vollzug:
Die gemeinsame Umsetzung, Durchführung und Durchsetzung der Bestimmungen des GAV Personalverleih obliegen im Rahmen der Bestimmungen des GAV Personalverleih der Schweizerischen Paritätischen Berufskommission Personalverleih (SPKP).

Form: partitätisch zusammengesetzter Verein
Geschäftsführung im Bereich Vollzug bei Unia, im Bereich Weiterbildung bei swissstaffing, im Bereich Sozialfonds bei Stiftung 2. Säule swissstaffing

Regionale paritätische Berufskommissionen:
Es bestehen drei nach Sprachregionen definierte regionale paritätische Berufskommissionen (RPK: RPKD, RPKR, RPKT), die für den Vollzug der Bereiche ohne Branchen- Vollzugsorgane zuständig sind. Mit der Übertragung des Vollzugs werden namentlich auch die Kompetenz zur Kontrolle der Bestimmungen dieses GAV sowie die Kompetenz zum
Ausfällen von Konventionalstrafen und Auferlegung der Kontrollkosten übertragen. Die SPKP ist Aufsichtsinstanz Ober die regionalen paritäischen Berufskommissionen.

Zusammenarbeit mit paritätischen Berufskommissionen anderer Branchenverbände:
Zur effizienten Durchsetzung des vorliegenden GAV Personalverleih überträgt die Schweizerische Paritätische Berufskommission Personalverleih (SPKP) den Vollzug der Branchen mit ave GAV und GAV gem. Anhang 1, die Branchen-Vollzugsorgane haben, den entsprechenden paritätischen Berufskommissionen und entschädigt diese, sofern eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen dem jeweiligen Branchenvollzugsorgan und der SPKP vorhanden ist. Mit der Übertragung des Vollzugs wird die Kontrolle der Lohn- und
Arbeitszeitbedingungen nach Art. 20 AVG und Art. 48a AW, namentlich auch die Kompetenz zum Ausfällen von Konventionalstrafen und Auferlegung der Kontrollkosten im Rahmen der Bestimmungen ihres GAV, übertragen, sofern in der Zusammenarbeitsvereinbarung nichts anderes vorgesehen ist.
Die Schweizerische Paritatische Berufskommission Personalverleih (SPKP) stellt die Koordination sicher und nimmt die Interessen der Verleihbranche wahr. Sie kann die Angemessenheit von Konventionalstrafen aus nicht-allgemeinverbindlich erklärten GAV überprüfen.

Betriebsprüfungen:
Möglichkeit der Betriebsprüfungen zur Kontrolle der Einhaltung der GAV-Bestimmungen (Sicherstellung der Koordination durch SPKP)

Prüfinstanzen:
Die Betriebsprüfungen werden im Auftrag der paritätischen Kommission (SPKPA/RPKPA) durch beauftragte, spezialisierte Unternehmen oder /Institutionen vollzogen.


GAV Personalverleih: Artikel 7, 8, 32, 33, 34, 35 und 36

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

Rekursinstanz:
- Schaffung eine Rekurskommission
- Zusammensetzung: je zwei von der Vereinsversammlung des Vereins Paritätischer Vollzug, Weiterbildung und Sozialfonds für den Personalverleih gewählten Arbeitgeber- und ArbeitnehmendenvertreterInnen
- Aufgaben: Rekurskommission behandelt und entscheidet über Rekurse von Betroffenen gegen Unterstellungsentscheide, Feststellungsentscheide, verhängte Konventionalstrafen, Kontrollentscheidungen, namentlich die Auferlegung von Kontrollkosten. Entscheide in Bezug auf Anträge zur Unterstützung von Weiterbildungen, Entscheide in Bezug auf Anträge zur Unterstützung von Massnahmen für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit der SPKP und RPKP.
- Der Rekurs ist innert 30 Tagen bei der Rekurskommission schriftlich einzureichen und hat einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid sowie allfällige Beweismittel sind beizulegen.
- Rekursfrist: Die Rekursfrist beginnt am nächsten Tag der Zustellung des angefochtenen Entscheides zu laufen. Fällt die Frist auf einen Samstag, Sonntag oder anerkannten Feiertag, so endet sie am nächsten Tag. Eingaben an die Rekurskommission müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Rekurskommission eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben werden.

GAV Personalverleih: Artikel 39 und 40

Friedenspflicht

Arbeitnehmende werden nicht als Streikbrecher in rechtmässig bestreikte Einsatzbetriebe verliehen.

GAV Personalverleih: Artikel 9.1

Folge bei Vertragsverletzung

Kontrollkosten:
Bei kleinen oder geringfügigen Verstössen entscheidet die paritätische Kommission (SPKP/RPKP) über die Verrechnung der Kontrollkosten. Dabei wird berücksichtigt, ob die festgestellten Verstösse korrigiert wurden und ob den Verpflichtungen nachgekommen worden ist.

Konsequenzen bei festgestellten Verstössen:
Bei festgestellten Verstössen durch Branchen-Vollzugsorgane gelten die Bestimmungen der vorrangigen anwendbaren GAV. Die SPKP und die RPKP können der fehlbaren Unternehmung neben einer Konventionalstrafe die angefallenen und ausgewiesenen Verfahrens- und Kontrollkosten für die in Art. 35 GAV und Art. 357b, Abs. 1 OR erwähnten Gegenstände auferlegen. Dies gilt auch für Aufwendungen von durch SPKP und RPKP beauftragten Dritten.

Der finanzielle Ausgleich der festgestellten Verletzung geht zulasten der kontrollierten Unternehmung. Sie ist verpflichtet, der SPKP/RPKP innerhalb eines Monats nach schriftlicher Eröffnung des Entscheids den Nachweis der Ausgleichszahlungen schriftlich zu erbringen.

Die SPKP/RPK können gegenüber Betrieben, die Bestimmungen des GAV Personalverleih verletzen, Konventionalstrafen von bis zu CHF 50'000.-- aussprechen. Für die Bemessung der Konventionalstrafen werden berücksichtigt:
- die Höhe der vorenthaltenen geldwerten Leistungen
- die Kontrolldauer
- die Anzahl kontrollierter Arbeitnehmer,
- strafmildernde Elemente wie rasche Nachzahlung der vorenthaltenen geldwerten Leistungen
- strafverschärfende Elemente wie Verletzung nicht geldwerter GAV-Bestimmungen sowie ein Zuschlag für besondere Schwere bei mehrfacher Verletzung berücksichtigt

Bei Rückfall oder mehrmaliger Verletzung des GAV Personalverleih kann der volle Rahmen der Konventionalstrafe ausgeschöpft werden. Dabei ist die Grösse der fehlbaren Unternehmung angemessen zu berücksichtigen.

Eine verhängte Konventionalstrafe ist innert 30 Tagen der SPKP zu bezahlen. Die SPKP sorgt dafür, dass die Konventionalstrafe zur Deckung der Kontrollkosten eingesetzt wird und allfällige Überschüsse in angemessener Weise, vor allem zugunsten allgemeiner Zwecke des vorliegenden Vertrages, verwendet werden.

GAV Personalverleih: Artikel 37 und 38
Dokumente und Links  nach oben
» Bundesratsbeschluss zur Allgemeinverbindlicherklärung
» Commission professionnelle paritaire romande (CPP-SOR)
» GAV des Ausbaugewerbes der Westschweiz 2011-2016 (Ausgabe 2013) (3198 KB, PDF)
» Mindestlöhne 2016 (Anhang VIII) Ausbaugewerbe Westschweiz (12 KB, PDF)
» Mindestlöhne 2016 (Anhang II) Ausbaugewerbe Westschweiz (181 KB, PDF)
» Mindestlöhne 2017 (Anhang IX) Ausbaugewerbe Westschweiz (1070 KB, PDF)

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